Westernmode - Westernbekleidung

Westernhüte - Cowboyhüte


Allgemeines über Westernhüte/Cowboyhüte

Heutzutage erfüllt ein Cowboyhut längst nicht mehr nur seine ursprünglichen Funktionen – nämlich den Kopf vor Sonne und Regen zu schützen, als Fächer zur Entfachung eines Feuers oder als Wassertränke für Mensch und Tier zu dienen – sondern er wird immer häufiger als modisches Accessoire genutzt. Seinen Ursprung hat der Westernhut in der Vaquero-Kultur. Vollständig entwickelt hat er sich aus dem mexikanischen Sombrero und bestand aus grauem oder braunem Filz.

Hergestellt wird ein Westernhut aus dem Unterhaar des Biberfells. Dies erwies sich aufgrund seiner Eigenschaften besonders geeignet, da es wasserabweisend ist, warmhält und ein geringes Gewicht aufweist. Zudem entsteht bei seiner Verarbeitung ein leichter Glanz. Die Verarbeitung von Biberhaar ist jedoch nicht ganz günstig (der Preis beläuft sich bei etwa 2000 Dollar pro Hut), als billigere Alternative kommt Kaninchenhaar in Betracht. Mittlerweile ist ein Cowboyhut aus vielen unterschiedlichen Materialien erhältlich, beispielsweise aus Stroh, Filz oder Leder. Viele bekannte Stars und Sternchen vervollständigen ihr Outfit durch Schmücken ihres Kopfes mit einem Cowboyhut und folgen so dem aktuellen Trend.

Der Stetson ist der Klassiker unter den Cowboyhüten, er wurde nach seinem Erfinder John Batterson Stetson, der aus einer Familie von Hutmachern stammte, benannt und im Jahr 1865 erstmals in Philadelphia fabriziert. Stetson baute die wohl erfolgreichste und bekannteste Fabrik für Westernhüte in Amerika auf. Bis zum Jahr 1906 fertigte das Unternehmen etwa 2 Millionen Cowboyhüte. Um die Qualität zu steigern wurden die Westernhüte bald unter Dampf bearbeitet. Stetson starb im Jahr 1906 als vermögender Mann.
Die heutige Stetson Hut Fabrik hat ihren Standort in dem amerikanischen Bundesstaat Missouri. Sie produziert hunderte von unterschiedlichen Farben und Stilrichtungen des Cowboyhuts. So gibt es beispielsweise das im Innenleder der Stetson-Westernhüte angebrachte „X“ als Qualitätsmerkmal, woran erkennbar ist, wie hoch der Anteil des Biberhaars ist. Auch gibt es das Modell „U-Shape it“ – ein Westernhut, der sich durch eine aus Nirostastahl gefertigte Drahteinlage in der Hutkrempe individuell an den Kopf des Trägers anpasst und somit perfekt passt. Der Vorteil eines solchen Huts ist die optimale Passform, auch bei ruckartigen Kopfbewegungen bleibt der Hut fest an seinem Platz.
Ein Stetson steht heutzutage nicht mehr für eine bloße Kopfbedeckung, er steht vielmehr für Strapazierfähigkeit, Innovation, Mode und gute Qualität. Stetson-Hüte sind ein Muss für jeden richtigen Westernfan und alle, die mit der Mode gehen wollen.

Die typische Form des Cowboyhuts wird als Cattleman bezeichnet. Die Krempe dieses Huts ist breit und verläuft seitlich nach oben. Das Hutband weist drei Einbuchtungen am Kopfteil auf und ist aus Gips oder Leder gefertigt. Es gibt auch wie oben bereits erwähnt Westernhüte aus Stroh, allerdings stammen diese eher aus mexikanischen Regionen und sind weniger robust, da das Stroh wasserdurchlässig ist.

Abschließend ist zu sagen, dass es auf dem Markt der Cowboyhüte eine erstaunliche Auswahl gibt. Bevor man sich jedoch einen Westernhut zulegt, sollte man sich im Klaren darüber sein, welchem Zweck dieser dienen soll. Für Leute, die einen Cowboyhut lediglich als Accessoire oder zu einer festlichen Angelegenheit als Schmuckeffekt auf das Haupt setzen möchte, reichen sicher die kostengünstigen Westernhüte. Wer sich allerdings einen Stetson leistet, zeigt allen, dass er Wert auf erstklassige Verarbeitung legt, ihm jedoch auch Etikette, Tradition und Stil von Wichtigkeit sind.

[Impressum]